WM 2022 in Katar: Arbeiter weiterhin ausgenutzt

Am Montag hatte Katar ein neues Arbeitsgesetz für die Arbeiter auf den WM-Baustellen vorgestellt. Laut Amnesty International handelt es sich bei dem Gesetz um Augenwischerei.

Trotz des neuen Arbeitsgesetzes verbessern sich die Bedingungen für die Arbeiter an den Baustellen zur WM 2022 demnach nicht zwingend. Das systematische Ausbeuten der Arbeiter bleibe bestehen. Zum Beispiel dürfen Arbeiter weiterhin daran gehindert werden, das Land zu verlassen.

 Issa bin Saad al-Jafali al-Nuaimi stellte sich als Wohltäter dar

Reform zu wenig

Arbeitsminister Issa bin Saad al-Jafali al-Nuaimi hatte das Gesetz, das am 13.Dezember in Kraft tritt, am Montag vollmundig vorgestellt. Ein Kernpunkt des Gesetzes ist es, das die Strafe für Arbeitnehmer die ihren Arbeitern ihre Pässe abnehmen von 2500 auf 6400 Euro angehoben wird. Die Arbeiter hätten zudem künftig freie Wahl was ihren Job betrifft.

Amnesty reichen diese Verbesserungen nicht. Ihr Untersuchungsleiter James Lynch mahnte an das die Reformen nur eine fadenscheinige Lösung der Kataris und der FIFA seien um auf die berechtigte Kritik an den Arbeitsverhältnissen in Katar zu reagieren. „Wenn die Reformen hier stoppen, werden Arbeiter im ganzen Land ernsthaft von Menschenrechtsverletzungen bedroht sein“, so Lynch.

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